Alles über Bauchstraffung (Bauchdeckenstraffung)

Die Bauchstraffung (Bauchdeckenstraffung) ist ein plastisch-chirurgischer Eingriff, den man vornimmt, um überschüssige Haut vom Bauch zu entfernen und eine erschlaffte und hervorgewölbte Bauchdecke zu straffen. Auf dieser Seite finden Sie, wenn Sie sich für eine Bauchstraffung interessieren, alles Wissenswerte über einen solchen Eingriff.

Der Inhalt der Bauchdeckenplastik ist aufgeteilt in eine Reihe von Artikeln, die Ihnen einen guten Aufschluss über die Möglichkeiten und Begrenzungen der Bauchdeckenstraffung geben. Die hier enthaltene Information ist wissenschaftlich geprüft von Dr. Pelle Sahlin, Spezialist für plastische Chirurgie, tätig an der Art Clinic.

Der Sinn dieser Informationsseite ist, Ihnen ein tiefer greifendes Verständnis für die Bauchstraffung zu vermitteln, eine Unterlage für Ihre Entscheidung. Sie soll nicht als Ersatz für eine Konsultation bei einem Arzt gesehen werden.

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zur Bauchstraffung (Bauchdeckenstraffung):

  • Ob Sie ein geeigneter Kandidat für eine Bauchstraffung sind
  • Welche Operationsmethoden der Bauchdeckenstraffung es gibt und was dabei geschieht
  • Wie die Zeit nach der Bauchdeckenplastik ist und welche Risiken die Operation mit sich bringt
  • Was eine Bauchstraffung kostet, sowie Bilder vorher und nachher
  • Diskussionsforum sowie Verzeichnis über Kliniken, die Bauchdeckenstraffung anbieten
  • Fragen und Antworten und die Möglichkeit, Experten für Bauchdeckenplastik zu befragen

Bauchstraffung – weshalb?

Unser Bauch ist ein Bereich, der in gewissem Maße unseren Lebensstil und die Belastungen, denen unser Körper ausgesetzt ist, widerspiegelt, was sich häufig als loses Fettpolster oder vorgewölbter Bauch oder einfach als schlaffer Hautüberschuss zu erkennen gibt. Sowohl das lose Fettpolster als auch der vorbewölbte Bauch sind oft das Resultat allgemeinen Übergewichts durch Fettansammlungen vor oder hinter der Bauchdecke.

Plastische Straffung der Bauchdecke

Außer durch Übergewicht kann ein vorgewölbter Bauch oder eine erschlaffte Bauchhaut auch durch Ausdehnung der Bauchwand entstehen, wonach sie sich aber nur zum Teil wieder zurückbildet. Dies ist typischerweise der Fall nach einer Schwangerschaft oder nach einer Gewichtsabnahme. Eine Bauchstraffung kann sowohl eine erschlaffte Bauchdecke straffen als auch überschüssige Hautpartien effektiv beseitigen und auf diese Weise ursprüngliches Aussehen und Funktion dieser Gewebe “wiederherstellen“.

Beseitigung von überschüssiger Haut

Ûberschüssige Haut bleibt z.B. nach einer Schwangerschaft oder nach Gewichtsabnahme zurück, unsere Haut passt sich unserer Körpergröße an. Vergrößert sich der Bauchumfang, so dehnt sich auch die Haut. Leider ist danach das körpereigene Zusammenziehen der Haut nur begrenzt möglich. Wenn der Bauchumfang schrumpft, führt dies oft dazu, dass sich schlaffe, überschüssige Haut als eine Art Schürze am Bauch bildet.

Bauchstraffung (bauchdeckenstraffung)

Anatomie des Bauches

Hinter der Haut und hinter der Fettschicht am Bauch liegt die Bauchdecke, die unsere inneren Organe schützt. Dieses Gewebe besteht hauptsächlich aus Muskeln und kann mit einem inneren Bauchgurt verglichen werden. So dehnen sich z.B. bei einer Schwangerschaft die Muskeln im Bauch so aus, dass sie einem wachsenden Fötus Platz geben. Leider ist das Schrumpfungsvermögen dieser Muskeln wie auch das der Haut auch nur begrenzt möglich. Ist der innere Gurt einmal gedehnt und erschlafft, bleibt der Bauch etwas vorgewölbt, auch nachdem der Druck von innen nicht mehr vorhanden ist.

Geeignete Patienten für eine Bauchstraffung (Bauchdeckenplastik)

Die besten Kandidaten für eine Bauchstraffung sind Männer oder Frauen, die körperlich fit sind, mit gedehnter Bauchmuskulatur bzw. überschüssiger Haut. Auch Patienten mit relativ dicker Fettschicht zwischen Bauchmuskulatur und Haut können mit gutem Resultat einer Bauchstraffung rechnen.

Bauchdeckenstraffung nach mehreren Schwangerschaften

Insbesondere ist eine Bauchdeckenstraffung geeignet für Frauen, deren Haut auf dem Bauch durch mehrere Schwangerschaften bis zu einem Punkt ausgedehnt wurde, von wo aus sie nicht mehr von alleine aufs Normalmaß zurückgeht. Auch ältere Patienten, deren Haut ihre Elastizität verloren hat, erzielen auch oft ein gutes Resultat durch eine Bauchdeckenplastik.

Eine Bauchstraffung ist kein Ersatz für Abmagerung

Patienten mit relativ großem Bauchumfang durch Fettanhäufung in der Bauchhöhle (z.B. “Bierbauch“ oder sog. “Schmerbauch“ – bei Männern häufiger als bei Frauen) kommen vorerst weniger in Frage für eine Bauchstraffung, sondern müssen erst eine traditionelle Abmagerungskur durchmachen.

Stabiles Gewicht vor einer Bauchdeckenplastik

Personen, die viel abnehmen wollen, sollten mit einem Eingriff abwarten, bis das der Fall ist. Erforderlich wäre eine Folgeperiode mit stabiler Gewichtslage von etwa 6 Monaten nach durchgeführter Gewichtsabnahme. Auch Frauen, die noch weitere Schwangerschaften vorhaben, sollten dies erst mit ihrem plastischen Chirurgen diskutieren. Auch wenn ein Patient Operationsnarben von früher in der Bauchpartie hat, wie vielleicht nach einer offenen Gallensteinoperation, kann der Chirurg nach einer Begutachtung von einer weiteren Operation abraten.

Die häufigsten Patientengruppen für eine Bauchstraffung

Es sind hauptsächlich drei Patientengruppen, die eine Bauchdeckenstraffung machen lassen. Größtenteils sind es Frauen, die auf Grund von Schwangerschaften einen Hautüberschuss bzw. eine gedehnte, geschwächte Bauchdecke haben. Dann kommen Personen mit überschüssigen Hautpartien wegen starker Gewichtsabnahme. Die dritte Gruppe sind Personen, die durch frühere Operationen wie z.B. durch Kaiserschnitt unregelmäßige Hautpartien an Narben haben in Form von Hauttaschen oder sog. Hautschürzen.

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