So läuft Behandlung mit Zahnimplantaten ab

Wenn man ein oder mehrere Zahnimplantate eingesetzt bekommt, unterzieht man sich einer Behandlung in 3 Schritten, die auf 6-8 Besuche aufgeteilt werden. Die Behandlungsdauer beträgt ca. 3-12 Monate.

Während der unterschiedlichen Schritte werden vorbereitende Untersuchung, Vorarbeit, Installation der Implantate (Titanschrauben) + evtl. ein Implantatpfosten, prothetische Arbeit, Nachkontrolle und erneuter Besuch durchgeführt.

Wie viele Behandlungen benötigt werden und wie lange die Behandlungsperioden sind, hängt von der Qualität der Knochen und den übrigen Voraussetzungen und Bedürfnissen des Patienten ab.

Wie groß sind die Schmerzen bei einer Zahnimplantatbehandlung?

Wie unangenehm man als Patient eine „Implantatbehandlung“ empfindet, ist unterschiedlich von Person zu Person, genau wie in der restlichen Zahnmedizin. Normalerweise wird jedoch die eigentliche Implantatchirurgie mit ein wenig beruhigender Medizin und der üblichen Zahnarztbetäubung ausgeführt. Die restlichen Besuche können mit gewöhnlichen Zahnarztbesuchen verglichen werden.

Sie können selbst beeinflussen, welche Form der Schmerzlinderung Sie sich während der unterschiedlichen Schritte wünschen und es gibt viele Kliniken, die ihre Behandlungsprinzipien auf Personen mit mehr oder weniger großer „Zahnarztangst“ ausgerichtet haben.

Nach der Implantatchirurgie kann der Bereich, der behandelt wurde, einige Tage lang ein wenig angeschwollen und schmerzempfindlich sein. Meistens reicht es jedoch, gewöhnliche schmerzstillende Mittel nach der Operation einzunehmen.

Vorbereitende Beratung und Gutachten

Wenn Sie sich mit Zahnimplantaten behandeln lassen wollen, wählen Sie als Patient zuerst eine Klinik aus, die diese Behandlung durchführt oder werden dorthin überwiesen. Sie finden derartigen Kliniken auf der Seite über Kliniken für Zahnimplantate.

Wenn Ihnen ein einzelner Zahn fehlt, wird Ihnen unter Umständen ein Implantat mit Krone empfohlen. Wenn Ihnen mehrere Zähne fehlen, wird es sich entweder um mehrere einzelne Implantate mit Kronen oder alternativ um eine Brückenlösung handeln, einer Serie aus zusammengesetzten künstlichen Zähnen, die an zwei oder mehreren Implantaten befestigt werden.

Müssen Ihre gesamten Zähne im Kiefer ersetzt werden, kommt eine implantatgestützte Vollprothese in Frage, die an 4-6 Implantaten im Kiefer befestigt wird.

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Schritt 1 – Vorbereitung

Vor einer Implantatbehandlung wird eine gründliche Untersuchung und Vorbereitung durchgeführt, um die richtige Strategie zu wählen und ein Milieu in Ihrem Mund zu schaffen, in dem die Implantate gute Voraussetzungen für die Befestigung haben.

Zuerst werden Ihre Zähne und Ihr Zahnbein sorgfältig untersucht und geröntgt.

Falls die Quantität oder Qualität des Zahnbeins nicht gut genug ist, muss Beingewebe aus einem anderen Teil des Körpers transplantiert werden, damit ausreichend Zahnbein für die Befestigung zur Verfügung steht.

Kieferknochen und eventuell andere Zähne müssen voll erhalten und dürfen nicht von Infektionen befallen sein; außerdem müssen eventuelle frühere Behandlungen verheilt sein.

Wenn ein hygienisches und frisches Milieu im Mund mit gutem Halt für die Implantate erreicht wurde, werden die Vorbereitungen als abgeschlossen angesehen. Dies kann abhängig von den Ausgangsvoraussetzungen einen Tag oder mehrere Monate dauern.

Schritt 2 – Installation der Zahnimplantate

Das Einsetzen der Zahnimplantate kann mit der sog. Ein-Schritt- oder Zwei-Schritt-Chirurgie erfolgen.

Alternative 1 – die gebräuchlichere Zwei-Schritt-Chirurgie

Als Zwei-Schritt-Chirurgie bezeichnet man die Operation, bei der zuerst der Implantatkörper – eine Art Schraube- in das Zahnbein einoperiert wird. Danach wird eine Verschlussschraube auf das Implantat platziert, um es zu schützen; daraufhin wir der gesamte Implantatkörper mit Schleimhaut überdeckt. Das Implantat muss jetzt 3-6 Monate ausheilen.

Während der Heilungsphase wird man bei Bedarf mit einem temporärem Zahnersatz ausgestattet.

Wenn der Implantatkörper im Zahnbein verheilt ist, wird die Schleimhaut geöffnet und die Verschlussschrauben werden entfernt. Danach wird ein Implantatpfosten auf dem Implantatkörper befestigt, auf dem wiederum die prothetische Konstruktion platziert wird.

Alternative 2 – die einfachere Ein-Schritt-Chirurgie

Bei Anwendung der Ein-Schritt-Chirurgie wird das Implantat einoperiert und danach mit einer Heilhaube/einem Heilimplantatpfosten versehen. Das Implantat wird nicht mit Schleimhaut bedeckt. Auf diese Art und Weise kann die prothetische Behandlung direkt nach der Ausheilung ohne zusätzliche Operation begonnen werden.

Ein Bericht des schwedischen Zentralamtes für Gesundheits- und Sozialwesen (ISBN: 91-7201-810-0) hat in mehreren schwedischen Studien die einfachere Ein-Schritt-Chirurgie mit der Zwei-Schritt-Chirurgie verglichen und konnte –bezüglich der Erfolgsfrequenz- keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Techniken nachweisen.

Über frühe und direkte Belastung von Zahnimplantaten

Im Normalfall soll ein Zahnimplantat 3-6 Monate heilen bevor es mit einer Krone, Brücke oder Vollprothese belastet wird. Während dieser Zeit kann der Patient oftmals eine vorläufige Prothese verwenden.

Viele Studien deuten jedoch darauf hin, dass die eben beschriebene Verzögerung für das Ausheilen nicht notwendig ist, sondern dass die Zähne bereits früh (nach 2-3 Wochen) oder direkt nach dem Einsetzen der Implantate belastet werden können.

Bei früher oder direkter Belastung der Zahnimplantate wird die Behandlungszeit auf ein Minimum reduziert, es wird nur ein chirurgischer Eingriff durchgeführt, herausnehmbare Provisorien werden nicht benötigt und der Patient erhält unmittelbar eine gute Ästhetik und Funktion.

Es gibt jedoch Zahnärzte, die der Meinung sind, dass die Technik mit früher oder direkter Belastung zu schlecht untermauert ist, um als sicher betrachtet zu werden.

Schritt 3 – Befestigung der neuen Zähne

In den Fällen, in denen das Implantat nicht direkt belastet wird, muss man in die Klinik zurückkommen, um die endgültigen „neuen“ Zähne zu befestigen.

Die neuen Zähne werden in einem speziellen Labor hergestellt und für Ihren Mund und Ihre Wünsche maßgeschneidert. Deren Gestaltung basiert auf einem Abdruck, der bei einem früheren Besuch gemacht wurde.

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