Alles über Haartransplantation bei Haarausfall
Auch wenn Haarausfall oft bagatellisiert wird, so leiden doch viele Menschen insgeheim unter dem Verlust ihres Haares. Besonders gilt dies für Personen, die in jungen Jahren so viel Haar verlieren, dass ihnen nur sehr spärlicher Haarwuchs bleibt. In dieser Gruppe sehen gut 50% es als ein Problem, für das sie gerne Hilfe hätten.
Haarausfall ist mehr als nur eine Frage des persönlichen Empfindens. Man braucht sich nur das Werbefernsehen oder eine Illustrierte anzusehen um festzustellen, dass die Medienwelt einen Kopf mit dichtem Haarwuchs vor einem mit spärlichem Haarwuchs oder einer Glatze bevorzugt.
Eine deutsche Untersuchung ergab, dass der Haarwuchs sogar bei der Jobsuche eine Rolle spielt. Personalchefs, denen man computererstellte Bilder von Personen mit und ohne Haarwuchs vorlegte, luden deutlich öfter die mit Haarwuchs als die ohne Haarwuchs zu Vorstellungsgesprächen.
Die gute Nachricht ist nun, dass im letzten Jahrzehnt sowohl medikamentöse als auch chirurgische Behandlungen (Haartransplantation) entwickelt wurden, die den Haarausfall effektiv aufhalten können und auch früher verlorenes Haar wiederherstellen können.
Ursachen das Haarausfalls
Alle Menschen haben 100 000 – 150 000 Haarwurzeln, die in Gruppen von 1-4 Stück über die Kopfhaut verteilt sind. Aus jeder Haarwurzel wächst ein einzelnes Haar. Jede Haarwurzel hat einen eigenen Lebenszyklus, bestehend aus der Wachstumsphase, der Übergangsphase und der Endphase. 30 000 – 50 000 der Haarwurzeln sind genetisch so programmiert, dass sie das ganze Leben neue Haare produzieren, sie liegen im Nackenbereich und an der Kopfseite. Die einzelnen Lebensphasen der Haarwurzeln unterliegen dem Einfluss von Hormonen. Das Hormon, das in erster Linie auf die Haarwurzeln einwirkt, ist ein Zerfallsprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron, Dihydrotestosteron (DHT). Der Einfluss des DHT’s auf die Haarwurzeln besteht darin, dass das Haar nicht mehr so wächst wie früher und dass die Haare dünner werden.
Haarausfall ist in den weitaus überwiegenden Fällen erblich bedingt und befällt in erster Linie Männer (männlicher Haarausfall, androgene Alopezie). Haarausfall nimmt manchmal schon vor dem 20. Lebensjahr seinen Anfang und fällt erstmals dadurch auf, dass der Haaransatz oberhalb der Schläfen sich allmählich nach oben verschiebt und zu den charakteristischen sog. Geheimratsecken führt. Auf der Oberseite der Kopfhaut entsteht nach und nach ein kahler Fleck, der allmählich größer wird.
Auch Frauen können vom Haarausfall betroffen sein, wenn auch nicht so häufig wie Männer. Bei ihnen entsteht schrittweise eine Haarausdünnung in einer ovalen Region der vorderen Kopfhaut. Ein kahler Fleck kommt bei Frauen nur selten vor. Erblich bedingter Haarausfall tritt bei Frauen hauptsächlich in den Wechseljahren auf, kann aber auch bei relativ jungen Frauen schon in den 30-ern einsetzen.
Behandlung des Haarausfalls
Erblich bedingter Haarausfall wird hauptsächlich durch zwei Methoden behandelt: vorbeugende Medikation oder regenerierende Haartransplantation. Die zur Verfügung stehenden wirksamen Medikamente zur Vorbeugung von Haarausfall sind Recrea, Rogaine und Propecia. Recrea enthält den gleichen aktiven Wirkstoff wie Rogaine, beide sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich und werden von Männern und Frauen zum Einreiben auf der Kopfhaut verwendet. Das Präparat Propecia wird in Tablettenform nur vom Arzt verschrieben. Gemeinsam für alle Präparate ist, dass sie die Zufuhr von DHT auf der Kopfhaut hemmen bzw. DHT neutralisieren und damit seine Wirkung auf die Haarwurzeln beeinflussen.
Bei acht von zehn Personen, die eins der obigen Präparate anwenden, wird weiterer Haarausfall gebremst, etwa die Hälfte bekommen ein Teil ihres vorher verlorenen Haares wieder zurück. Allerdings ist der Effekt im vorderen Haarbereich nur begrenzt. Bei Personen mit so weit fortgeschrittenem Haarverlust wie Kahlköpfigkeit haben die oben genannten Präparate keinen Effekt. Wenn die Behandlung durch die Medikamente abgebrochen wird, setzt der Haarausfall wieder ein und schreitet im selben Maße weiter voran wie vor dem Beginn der Behandlung.
Haartransplantation (Eigenhaarverpflanzung)
Im Laufe der Jahre gab es einige Methoden der Haartransplantation, die sich als ineffektiv oder aus bestimmten Ursachen als ungeeignet erwiesen haben. In letzterer Zeit sind aber zwei effektive Methoden der Eigenhaarverpflanzung mit einem für den Patienten aussehensmäßig gutem, sicherem und bestehendem Resultat entwickelt worden. Die Behandlungen sind chirurgische Eingriffe, wobei Haar aus dem Nacken – wo die Haarwurzeln genetisch für’s ganze Leben zur Haarproduktion programmiert und damit resistent gegen DHT sind – geholt wird und in die kahlen Partien weiter oben auf der Kopfhaut „verpflanzt“ wird. Dort wachsen sie fest und fangen an, natürliches Haar zu produzieren.
Bin ich ein geeigneter Kandidat für eine Haartransplantation?
Die meisten Männer, die unter erblichem Haarausfall bis zur Kahlköpfigkeit oder tiefen Geheimratsecken leiden, können mit guten Resultaten einer Haartransplantation rechnen. Auch Frauen mit ähnlichen Symptomen wie männlichem Haarausfall können so behandelt werden. Gewisse Personen können mit besseren Ergebnissen rechnen als andere. Ein Faktor, der sich erstrangig auf das Resultat auswirkt, ist die Frage, wieviel Haar transplantierbar ist im Verhältnis zu dem, was für ein gewünschtes Ergebnis benötigt wird.
Das Haar, das beim Patienten für eine Eigenhaarverpflanzung geeignet ist, hängt davon ab, wieviel DHT-resistentes Haar (d.h. vom Haarkranz) er hat und wie dick dieses Haar ist. Die benötigte Haarmenge richtet sich nach der Kopffläche, die behandelt werden soll sowie nach den Wünschen des Patienten, wie dicht das Haar sein soll.
Was geschieht bei einer Haartransplantation?
Die zwei modernsten und effektivsten Methoden der Haartransplantation sind FUE (Follical Unit Extraction) und das STRIP-Verfahren. Das FUE-Verfahren besteht darin, dass einzelne Haarwurzeln (Haarfollikel) bzw. Haarfollikelgruppen (1-4 Einzelhaare) vom Nackenhaar entfernt und in die oberen Kopfhaut verpflanzt werden. Das STRIP-Verfahren läuft darauf hinaus, dass ein Streifen Haut mitsamt einer großen Anzahl Haarfollikelgruppen von der Nackenhaut herausgetrennt wird, wonach die Haarwurzeln der Haut entnommen werden und wie bei der FUE-Methode auf die Kopfhaut platziert werden. Der Schnitt, der im Nacken entsteht, wird mit Fäden vernäht und verheilt unauffällig, da die Narbe vom Nackenhaar verdeckt wird.
Bei jeder Eigenhaarverpflanzung werden zwischen 1000 und 3000 Haarfollikelgruppen verpflanzt, was 2000-6000 Einzelhaaren entspricht. Mit dem STRIP-Verfahren erzielt man meist schon vollwertige Resultate mit nur einer Haartransplantation. In manchen Fällen, in erster Linie beim STRIP-Verfahren, sind vielleicht zwei Eingriffe erforderlich. Dies beruht hauptsächlich darauf, dass man nicht immer genügend Haar während eines Termins entnehmen kann, und dass die Haarwurzelimplantate nicht beliebig dicht gelegt werden können. Um zu einer totalen Völligkeit zu kommen, entscheiden sich gewisse Patienten nach etwa einem Jahr für eine nochmalige Haartransplantation.
Haartransplantation nach dem STRIP-Verfahren, Schritt für Schritt
Hier wird beschrieben, wie eine Eigenhaarverpflanzung nach dem STRIP-Verfahren im Normalfall vor sich geht. Die modernen Verfahren der Haartransplantation von heute dauern 6-12 Stunden, und der Patient kann die Klinik schon am selben Tag wieder verlassen. Die Haartransplantation wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt, und die allermeisten Patienten wundern sich, wie wenig Schmerz oder Unbehagen sie beim Eingriff wahrnehmen. Manche Patienten schlummern, lesen oder sehen währenddessen fern.
1. Der Patient kommt zur Klinik und wird auf den Eingriff vorbereitet, bei dem Haarwurzeln und Haarfollikelgruppen vom Nackenbereich, wo die Haarwurzeln auf lebenslangen Haarwuchs programmiert sind, zu den kahlen Bereichen oben auf der Kopfhaut „verpflanzt“ werden sollen.
2. Der Patient nimmt auf einem bequemen Stuhl Platz, wonach der Entnahmebereich im Nacken so vorbereitet wird, dass die Haare auf dem zu entnehmenden Hautstreifen zurechtgeschnitten werden und übriges Haar verbunden wird, damit es dem Chirurgen nicht im Wege ist. Nachdem der Entnahmebereich vorbereitet ist, wird dieser örtlich betäubt, was nach etwa 15 Minuten wirkt.
3. Der zu entnehmde Hautstreifen von etwa 15 mm Breite und 10 cm Länge enthält etwa 1000-3000 Haarfollikelgruppen mit DHT-resistentem Haar und wird mit einem Skalpell entnommen, danach wird die Wunde zusammengezogen und mit Fäden vernäht. Das beiseite gebundene Haar oberhalb des Entnahmebereichs wird wieder frei gemacht und über die Fäden gekämmt, die dadurch gänzlich überdeckt werden.
4. Aus dem abgetrennten Hautstreifen werden mit Präzisionswerkzeugen die einzelnen Haarwurzeln bzw. –gruppen herausgelöst und für eine Eigenhautverpflanzung im Transplantationsbereich auf der oberen Kopfhaut vorbereitet. Zwischen dem Herausarbeiten und dem Einsetzen werden die Implantate in einer speziellen Lösung verwahrt, was sie vor äußeren Einflüssen schützt.
5. Der Transplantationsbereich wird vorbereitet und örtlich betäubt. Ein Zurechtschneiden des noch vorhandenen Haares im Transplantationsbereich ist nicht erforderlich.
6. Im Transplantationsbereich werden kleine Kanäle für die neuen Haarwurzeln mittels eines nadelförmigen Spezialwerkzeuges gebohrt. Die Kanäle werden ungleichmäßig verteilt und in angepassten Winkeln gebohrt, um einem natürlichen Haarstrich zu entsprechen.
7. Die einzelnen Haarwurzeln bzw. Haarfollikelgruppen werden in die im Transplantationsbereich vorbereiteten Kanäle eingesetzt. Solche mit 1-2 Haaren platziert man weiter vorne auf die Kopfhaut und erzeugt damit den neuen vorgezogenen Haaransatz. Haarfollikelgruppen mit 2-4 Einzelhaaren setzt man weiter oben auf die Kopfhaut, dies ebenfalls, um es wie einen natürlichen Haarwuchs aussehen zu lassen.
8. Nach der Haartransplantation hat der Patient hunderte kleiner Bohrlöcher (0,6 -1 mm) in der Kopfhaut mit funktionsfähigen Haarwurzeln, aus denen kleine, kurze Haare hervorstehen. Die kleinen Bohrlöcher verheilen rasch, und nach ungefähr einer Woche ist normalerweise fast nichts mehr von kleinen Wundschorfen oder einer Rötung auf der Kopfhaut übrig.
Haartransplantation nach dem FUE-Verfahren, Schritt für Schritt
Das FUE-Verfahren unterscheidet sich vom STRIP-Verfahren hauptsächlich dadurch, wie das Haar aus dem Entnahmebereich geholt wird. Der Transplantationsschritt als solcher, bei dem die abgetrennten Haarfollikelgruppen eingesetzt werden, ist bei beiden Methoden der gleiche. Die Eigenhaarverpflanzung geschieht unter Lokalanästhesie, und die allermeisten Patienten wundern sich, wie wenig Schmerzen oder Unbehagen sie während des Eingriffes wahrnehmen. Manche Patienten schlummern, lesen oder sehen währenddessen fern.
1. Der Patient kommt zur Klinik und wird auf den Eingriff vorbereitet, bei dem Haarwurzeln und Haarfollikelgruppen vom Nackenbereich, wo die Haarwurzeln auf lebenslangen Haarwuchs programmiert sind, zu den kahlen Bereichen oben auf die Kopfhaut „verpflanzt“ werden sollen.
2. Der Patient legt sich auf ein Behandlungsbett, und der Entnahmebereich im Nacken wird örtlich betäubt.
3. Die Haarfollikelgruppen im Entnahmebereich werden von Hand mit einer Spezialnadel heraus genommen. Jede entnommene Haarfollikelgruppe wird mit einem zylindrischen Geweberohr mit einem Umfang von 0,6 – 1 mm umgeben. Zwischen dem Herausarbeiten und dem Einsetzen werden die Implantate in einer speziellen Lösung verwahrt, was sie vor äußeren Einflüssen schützt.
4. Der Transplantationsbereich wird vorbereitet und örtlich betäubt. Ein Zurechtschneiden des noch vorhandenen Haares im Transplantationsbereich ist nicht erforderlich.
5. Im Transplantationsbereich werden kleine Kanäle für die neuen Haarwurzeln mittels eines nadelförmigen Spezialwerkzeuges gebohrt. Die Kanäle werden ungleichmäßig verteilt und in angepassten Winkeln gebohrt, um einem natürlichen Haarstrich zu entsprechen.
6. Die einzelnen Haarwurzeln bzw. Haarfollikelgruppen werden in die im Transplantationsbereich vorbereiteten Kanäle gesetzt. Solche mit 1-2 Haaren platziert man weiter vorne auf die Kopfhaut und erzeugt damit den neuen vorgezogenen Haaransatz. Haarfollikelgruppen mit 2-4 Einzelhaaren platziert man weiter oben auf die Kopfhaut, dies ebenfalls um es wie einen natürlichen Haarwuchs aussehen zu lassen.
7. Nach der Haartransplantation hat der Patient hunderte kleiner Bohrlöcher (0,6 -1 mm) in der Kopfhaut mit funktionsfähigen Haarwurzeln, aus denen kleine, kurze Haare hervorstehen. Die kleinen Bohrlöcher verheilen rasch, und nach ungefähr einer Woche ist normalerweise fast nichts mehr von kleinen Wundschorfen oder einer Rötung auf der Kopfhaut übrig.
Welches Verfahren der Haartransplantation: FUE oder STRIP?
Der hauptsächliche Vorteil des FUE-Verfahrens gegenüber dem STRIP ist der, dass im Haarkranz kein Schnitt erforderlich ist, um das Haar für die Haartransplantation zu entnehmen. Dadurch bleibt dem Patienten eine Narbe im Hinterkopf erspart, was außerdem den Heilungsprozess verkürzt. Aber das Entnehmen des Haares durch die FUE-Methode hat auch seine Einschränkungen.
Die Haupteinschränkung des FUE-Verfahrens gegenüber dem STRIP-Verfahren liegt darin, dass man nicht gleich viele transplantierbare Haarwurzeln aus der Nackenmitte (der optimalen Zone) holen kann. Beim STRIP-Verfahren entfernt man sowohl Haar als auch Haut im Hautstreifen aus dem optimalen Bereich des Nackenhaares, wodurch hier sämtliche Haare entnommen und transplantiert werden. Nach Entnahme des Hautstreifens werden die Wundränder vernäht.
Nach dem FUE-Verfahren nimmt man Haar aus dem gleichen Bereich, aber die Haut, aus der die Haare geholt werden, bleibt zurück, wodurch im Nacken kahle Stellen entstehen. Der Chirurg muss daher dort genügend Haar übrig lassen, um die zurückbleibenden kahlen Partien zu überdecken. Daher gibt es beim FUE-Verfahren wesentlich weniger verfügbares Haar für eine Haartransplantation – schätzungsweise 50% weniger. Dies ist ein klarer Nachteil, da unzureichender Bestand an transplantierbarem Eigenhaar der Hauptgrund dafür ist, dass man vielen Patienten nicht immer alles verlorene Haar wiederbringen kann. Um den Mangel an Entnahmehaar zu kompensieren, ist der Chirurg oft in Versuchung, Haar von minderer Qualität von anderen Stellen des Kopfes zu nehmen, was zur Folge haben kann, dass des Ergebnis einer Eigenhaarverpfanzung nicht immer dauerhaft ist.
Unterm Strich bedeutet das oben Gesagte, dass das FUE-Verfahren sich mehr für eine Behandlung kleinerer Bereiche eignet als zur Behandlung von weitergehender Kahlköpfigkeit.
Hier noch einmal eine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile des FUE-Verfahrens
+ Keine Narben im Nacken (ein Vorteil bei kurzgeschnittenen Frisuren)
+ Schnellere Verheilung im Entnahmebereich
+ Ideal um Narben von früheren Eigenhaarverpflanzungen zu reparieren
bzw. zu verdecken
+ Größere Auswahl an geeigneten Patienten als beim STRIP-Verfahren
+ Als Alternative, wo der Haarwuchs zu dicht für sie STRIP-Methode ist
+ Bietet die Möglichkeit, feinere Haare aus dem unteren Teil des Nackens für
den Einsatz im Haaransatz oder in den Augenbrauen etc.
+ Erlaubt es theoretisch, Haar von anderen Körperteilen zu nehmen
- Weniger Bestand an qualitativem transplantierbarem Haar
- Etwas schwieriger, ganze Haarwurzeln herauszuarbeiten
- Schwierigere Entnahme einer natürlichen Mischung von Haarwurzeln (Aus
Effektivitätsgründen nimmt man zuerst die größten Haarfollikelgruppen, die
sich weniger gut zum Aufbau des Haaransatzes eignen)
- Die entnommenen Haarfollikelgruppen sind schadensanfälliger beim
Einplantieren, da ihnen oft eine schützende Epidermis und das Fett fehlt,
das die Haarfollikelgruppen beim STRIP-Verfahren beibehalten
- Haar, das von außerhalb der optimalen Zone im Nackenhaar stammt,
wächst nicht permanent nach
- Das Haarvolumen, das während eines Operationstermins transplantiert
werden kann, ist begrenzt. Das bedeutet, dass noch weitere Eingriffe
erforderlich sind, um überall die gleiche Haardichte wie bei nur einem
STRIP-Eingriff zu erreichen
- Nimmt mehr Zeit in Anspruch und ist daher teurer als die STRIP-Methode
Nachsorgephase bei einer Haartransplantation
Die Nachfolgezeit bei einer Haartransplantation ist ungefähr gleich beim STRIP- und FUE-Verfahren. Schon am nächstenTag kann man die Haare mit Shampoo waschen. Nach dem STRIP muss der Patient sich einen Monat aller körperlichen Anstrengung wie z.B. Training enthalten, währenddessen der Schnitt im Nacken verheilt, wo der Hautstreifen entnommen wurde. Der Patient muss auch nach einer Woche zur Klinik zurück, um die Fäden zu ziehen.
Nach einer weniger aufwendigen Haartransplantation können Sie schon am nächsten Tag wieder zur Arbeit. Sie tragen keinen Verband, und im Falle des STRIP-Verfahrens werden die Fäden im Nacken durch Überkämmen der Haare verdeckt. Bei einer aufwendigeren Eigenhaarverpflanzung nach dem STRIP-Verfahren können Sie jedoch ein paar Tage im Stirnbereich und auf den Augenlidern etwas geschwollen sein. Wenn Sie eine körperlich anstrengende Tätigkeit haben, können Sie sich in solchen Fällen eine Woche nach dem Eingriff krankschreiben lassen.
Nach dem Eingriff tritt das transplantierte Haar in eine Ruhephase, und die Haare aus den verpflanzten Haarfollikeln können zunächst ausfallen. Dies ist völlig normal und passiert meist während der ersten zwei Monate. Nach etwa vier Monaten beginnt die Wachstumsphase der transplantierten Haarwurzeln an ihrer neuen Stelle, und ein Nachwachsen des Haares wird zum ersten Mal sichtbar. Nach 6-8 Monaten sind die Haare so weit nachgewachsen, dass das Endresultat schon gut erkennbar ist, was bei den Meisten sehr positiv empfunden wird. Dies bleibt auch so das ganze Leben, da das transplantierte Haar niemals aufhört zu wachsen.
Um für das transplantierte Haar die besten Voraussetzungen für das Nachwachsen zu schaffen, so empfiehlt sich in manchen Fällen eine zusätzliche Behandlung mit Laser oder den Präparaten Rogaine, Recrea oder Propecia.
Risiken und Nebenwirkungen
Die Risiken einer Haartransplantation, egal nach welcher Methode, sind als äußerst gering einzustufen. Beim STRIP-Verfahren liegt jedoch ein gewisses Risiko für unschöne Narbenbildung im Entnahmebereich vor, was man eventuell mit Narbenplastik beheben kann, oder dass man nach dem FUE-Verfahren weiteres Haar in die Narbe setzt und sie dadurch verdeckt.
Bei allen Eingriffen, wo die Haut penetriert wird, besteht ein gewisses Risiko einer Infektion, der man in solchen Fällen mit Säuberung und Antibiototika entgegenwirkt, die von der Klinik oder einem anderen Arzt verschrieben werden.
Bei gewissen Patienten, die sich einer Haartransplantation nach dem STRIP-Verfahren unterzogen haben, kann auf der Stirn und den Augenlidern eine Schwellung auftreten, zusammen mit blauen Flecken wie sog. „Veilchen“. Eine solche Komplikation trifft aber nur jemanden, der die Tage nach der Operation auf dem Bauch schläft, sie verschwindet aber nach etwa 5 Tagen.
Kostenbild einer Haartransplantation
Die Kosten einer Haartransplantation sind im Voraus schwer abzuschätzen, sie hängen in erster Linie von folgenden Faktoren ab:
1. Wahl des Entnahmeverfahrens – FUE oder STRIP
2. Qualität des Entnahmehaares – Dichte, Farbe, Dicke
3. Ausdehnung des Bereichs, der behandelt bzw. verdeckt werden soll
4. Qualität des vorhandenen Haarwuchses im Bereich, der behandelt bzw. verdeckt werden soll
5. Der Wunsch des Patienten betr. der Haardichte im Bereich, der behandelt werden soll
Um ein ungefähres Kostenbild zu vermitteln, kann genannt werden, dass ein Behandlungstermin nach dem FUE-Verfahren 3000-4000 € kostet. Man sollte dabei aber auch bedenken, dass mehr als ein Behandlungstermin erforderlich ist, um das zu erreichen, was der Patient als vollwertiges Resultat bezeichnen würde. Die Kosten für einen Behandlungstermin mit dem STRIP-Verfahren (6-12 h) halten sich bei 1500-2500 €. Hierzu kann bemerkt werden, dass oft nur ein Behandlungstermin genügt, da nach dem STRIP-Verfahren eine größere Anzahl von Haarwurzeln entnommen und bei der selben Gelegenheit transplantiert werden kann.