So läuft eine Haarverpflanzung (Eigenhaarverpflanzung) ab

Wenn Sie sich für eine Haartransplantation (Haarverpflanzung) entschieden haben, begeben Sie sich in eine Klinik zu einem sog. Beratungsbesuch. Sie finden diese Kliniken in unserem Klinikregister für Haarausfall ».

Sinn und Zweck Ihres Beratungsbesuchs ist es, dass ein Spezialist Ihre Voraussetzungen beurteilt und sich dann mit Ihnen über Ihre Erwartungen und Wünsche unterhält.

Ihr Beratungsbesuch dauert ca. eine halbe Stunde und Sie werden erfahren, welche Ergebnisse sich der Chirurg erwartet, wie die Behandlung ablaufen wird, was sie kostet und wie Sie sich vorbereiten sollen.

Sie können gleich nach dem Beratungsgespräch einen Termin für Ihre Eigenhaarverpflanzung ausmachen wenn Sie dies möchten. Manchmal kann es aber auch empfehlenswert sein, sich Zeit zum Überlegen zu geben.

Die Wartezeit auf einen Beratungstermin kann zwischen 1-4 Wochen betragen. Wenn Sie sich nach dem Besuch für weitere Schritte entscheiden und sich einer Haarverpflanzung unterziehen möchten, liegt die Wartezeit auf einen Operationstermin bei ca. 3-6 Wochen je nachdem, wie groß der Andrang auf die jeweilige Klinik ist.

Operationsablauf bei einer Haarverpflanzung

Unterschiedliche Kliniken haben unterschiedliche Abläufe und aus diesem Grund sollten Sie die Beschreibung des Operationsablaufs nicht zu buchstäblich interpretieren. Sie bekommen trotzdem ein gutes Bild davon, wie der Eingriff grundsätzlich abläuft.

Eigenhaarverpflanzung mit der STRIP-Methode

Im Folgenden wird beschrieben wie eine Eigenhaarverpflanzung mit der STRIP-Methode normalerweise abläuft. Die modernen Methoden zur Haarverpflanzung ermöglichen es, den Eingriff innerhalb von 6-12 Stunden abzuschließen und der Patient kann die Klinik am gleichen Tag verlassen.

Es gibt Kliniken, die den Patienten routinemäßig bis zum nächsten Tag behalten, um z.B. zu verhindern, dass jemand unter Einfluss der unterm Tag verabreichten Medikamente Auto fährt.

Die Haartransplantation wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und die meisten Patienten finden es überraschend, dass die Schmerzen/unbehaglichen Gefühle während des Eingriffs so gering sind. Viele Patienten schlafen, lesen oder fernsehen währenddessen.

Der Operationsablauf mit der STRIP-Methode Schritt für Schritt

  1. Der Patient kommt in der Klinik an und wird auf den Eingriff vorbereitet. Dieser läuft darauf hinaus, dass Haarwurzeln und Haarwurzelgruppen vom Nacken, der genetisch so programmiert ist, dass die Haare dort ein Leben lang wachsen, auf kahle Bereiche auf dem Scheitel verpflanzt werden.
  2. Der Patient macht es sich auf einem Stuhl bequem und der Spenderbereich im Nacken wird vorbereitet. Das Haar auf dem Spenderhautstreifen wird getrimmt und das übrige Haar wird zurückgebunden, um dem Chirurgen nicht im Weg zu sein. Wenn der Spenderbereich fertig ist, wird eine lokale Betäubung gegeben, die nach ca. 15 Minuten wirkt. Manche Kliniken arbeiten mit einer starken Sedierung (ein schlafähnlicher Zustand, keine Narkose) mit einem Mittel, das Valium gleicht und direkt ins Blut gespritzt wird, um die Beschwerden des Patienten zu minimieren.
  3. Im Spendergewebe in Form eines ca. 10-20 mm breiten und 10-25 cm langen Hautstreifens befinden sich ca. 1000-2500 Haarwurzelgruppen, die mit einem Skalpell entfernt werden. Dann wird die Wunde zusammengezogen und mit Stichen vernäht. Das zurückgebundene Haar oberhalb des Spenderbereichs wird frei gelassen und über die Stiche gekämmt, die davon völlig bedeckt werden.
  4. Aus dem entfernten Hautstreifen werden mit Hilfe eines Präzisionswerkzeugs und einem Mikroskop einzelne Haarwurzeln/Haarwurzelgruppen gewonnen und für die Transplantation auf den Empfängerbereich auf dem Scheitel vorbereitet. Zwischen Gewinnung und Einpflanzung werden die Implantate in einer speziellen Lösung aufbewahrt, die sie vor äußeren Einflüssen schützt.
  5. Der Empfängerbereich wir vorbereitet und örtlich betäubt. Das Haar im Empfängerbereich muss nicht gebändigt werden. Es ist jedoch von Vorteil, wenn der Patient damit einverstanden ist, den Bereich zu rasieren.
  6. Mit Hilfe eines nadelähnlichen Spezialwerkzeuges werden kleine Löcher, die die neuen Haarwurzeln aufnehmen, im Empfängerbereich gestochen. Die Löcher werden unregelmäßig und im angepassten Winkel verteilt um dem natürlichen Haarwuchs zu ähneln. Einige Kliniken verwenden „stick-and-place“, d.h. dass Einschnitt und Einpflanzung fortlaufend geschehen. Andere Kliniken stechen die Einschnitte im gesamten oder in Teilen des Bereichs, in den transplantiert wird, vor.
  7. Haarwurzeln oder Haarwurzelgruppen werden einzeln in die vorbereiteten Löcher im Empfängerbereich platziert. Haarwurzeln/Haarwurzelgruppen mit 1-2 Haarsträhnen werden ganz vorne auf dem Scheitel eingesetzt und bilden den neuen, vorgezogenen Haaransatz. Haarwurzelgruppen mit 2-4 Haarsträhnen werden weiter oben auf dem Scheitel eingesetzt. Dies dient ebenfalls dazu, dem natürlichen Haarwuchs zu ähneln.

Nach der Haarverpflanzung hat der Patient hunderte kleine Löcher (0,6-1 mm) mit funktionierenden Haarwurzeln, aus denen kurze kleine Haare herausstehen.

Die kleinen Löcher verheilen schnell und nach ca. zwei Wochen sind normalerweise sowohl die kleinen Heilungsschorfe als auch die etwas größere Rötung auf der Kopfhaut verschwunden. Im Heilungsprozess kommen jedoch große Variationen vor und Personen mit empfindlicher Haut können länger an Rötungen leiden.

Haarverpflanzung mit der FUE (FUT)-Methode

Die FUE-Methode zur Eigenhaarverpflanzung unterscheidet sich dahingehend von der STRIP-Method, wie die Haare, die verpflanzt werden, aus dem Spenderbereich gewonnen werden. Der eigentliche Operationsverlauf, bei dem die Haarwurzelgruppen eingepflanzt werden, ist bei beiden Methoden identisch.

Die Haarverpflanzung wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und die meisten Patienten finden es überraschend, dass die Schmerzen/unbehaglichen Gefühle während des Eingriffs so gering sind. Viele Patienten schlafen, lesen oder fernsehen währenddessen.

Beschreibung einer Haartransplantation mit der FUE (FUT)-Methode Schritt für Schritt

  1. Der Patient kommt in der Klinik an und wird auf den Eingriff vorbereitet. Dieser läuft darauf hinaus, dass Haarwurzeln und Haarwurzelgruppen vom Nacken, der genetisch so programmiert ist, dass die Haare dort ein Leben lang wachsen, auf kahle Bereiche auf dem Scheitel verpflanzt werden.
  2. Der Patient macht es sich auf einem Stuhl bequem und der Spenderbereich im Nacken wird örtlich betäubt. Hier sedieren einige Kliniken den Patienten mit dem starken Medikament Dormicum direkt ins Blut. Auch wenn die örtliche Betäubung schmerzhaft sein kann, führt die Sedierung dazu, dass der Patient sich in der Regel nicht daran erinnert.
  3. Die Haarwurzelgruppen aus dem Spenderbereich werden einzeln und manuell mit Hilfe einer spezialangefertigten Nadel herausgenommen. Jede herausgehobene Haarwurzelgruppe ist von einem zylinderförmigen Gewebe mit einem Umfang von 0,6-1mm umgeben. Zwischen Gewinnung und Einpflanzung werden die Implantate in einer speziellen Lösung aufbewahrt, die sie vor äußeren Einflüssen schützt.
  4. Der Empfängerbereich wird vorbereitet und örtlich betäubt. Das Haar im Empfängerbereich muss nicht getrimmt werden, aber da im Spenderbereich eh schon rasiert wurde, entscheidet sich der Patient oft dazu, auch den Scheitel zu rasieren.
  5. Mit Hilfe eines nadelähnlichen Spezialwerkzeuges werden kleine Löcher, die die neuen Haarwurzeln aufnehmen, im Empfängerbereich gestochen. Die Löcher werden unregelmäßig und im angepassten Winkel verteilt um dem natürlichen Haarwuchs zu ähneln.
  6. Haarwurzeln oder Haarwurzelgruppen werden einzeln in die vorbereiteten Löcher im Empfängerbereich eingesetzt. Haarwurzeln/Haarwurzelgruppen mit 1-2 Haarsträhnen werden ganz vorne auf dem Scheitel platziert und bilden den neuen, vorgezogenen Haaransatz. Haarwurzelgruppen mit 2-4 Haarsträhnen werden weiter oben auf dem Scheitel eingesetzt. Dies dient ebenfalls dazu, dem natürlichen Haarwuchs zu ähneln.

Nach der Haartransplantation (Haarverpflanzung) hat der Patient hunderte kleine Löcher (0,6-1 mm) mit funktionierenden Haarwurzeln, aus denen kurze kleine Haare herausstehen.

Die kleinen Löcher verheilen schnell und nach ca. zwei Wochen sind normalerweise sowohl die kleinen Heilungsschorfe als auch die etwas größere Rötung auf der Kopfhaut verschwunden. Die kleinen Löcher im Spenderbereich verschwinden ebenso schnell.

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