Alles über Nasenkorrektur (Nasenoperation)

Die Nase ist ein dominierendes Detail unseres Aussehens, ihre Form und Größe bestimmen entscheidend die Harmonie eines Gesichts. Deswegen gehört die Nasenkorrektur zu den am allerhäufigsten gefragten Eingriffen der plastischen Chirurgie. Die Form der Nase ist hauptsächlich durch die Erbanlage festgelegt, kann aber auch durch Schlageinwirkung geschädigt sein.

Eine Nasenoperation kann eine große Nase verkleinern, eine Knollennase kann schmaler werden und eine lange Nase kürzer. Eine Nasenkurrektur kann die Form der Nasenspitze oder den Nasenrücken verändern bzw. begradigen. Man kann den Abstand der Nasenlöcher verkürzen oder den Winkel zwischen Nase und Oberlippe verändern. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten bei einer Nasenoperation, und die Aufgabe des plastischen Chirurgen ist es, durch eine sog. Rhinoplastik Ihnen eine maßgeschneiderte Nase zu modellieren, ohne die ungeschriebenen ästhetischen Regeln zu verletzen, die zu einem ausgewogenen und natürlichen Aussehen gehören.

Bin ich ein geeigneter Kandidat für eine Nasenkorrektur?

Eine Nasenkorrektur kann Ihr Aussehen verbessern und Ihr Selbstvertrauen stärken, es ist aber nicht gesagt, dass Sie damit auch Ihr Ideal erreichen. Daher sind solche Patienten am besten für eine Nasenoperation geeignet, die eher eine Verbesserung ihres Aussehens anstreben als Perfektion schlechthin.

Am besten geeignet für eine Nasenoperation sind normalerweise Personen in guter körperlicher und psychischer Verfassung und mit realistischen Vorstellungen.

Was geschieht bei einer Nasenoperation?

Die Planungsphase vor einer Nasenkorrektur

Zwischen dem Patienten und dem plastischen Chirurgen muss vor einer Nasenoperation eine gute Kommunikation statt finden. Bei einem einleitenden Vorgespräch wird der Chirurg sich nach dem erwünschten Aussehen Ihrer Nase erkundigen (eventuell an Hand eines Bildes), er wird Ihre Nase und Gesichtsform beurteilen, wie sie zu einander im Einklang stehen, und Ihnen Möglichkeiten aufzeigen. Er bzw. sie wird Ihnen auch erklären, welche Faktoren für den Eingriff und das Endergebnis eine Rolle spielen. Hierzu gehören die Struktur des Nasenbeines, die Form des Nasenknorpels, Ihre Gesichtsform, die Beschaffenheit der Haut, Ihr Alter und Ihre Erwartungen.

Nicht selten empfiehlt Ihnen der plastische Chirurg als Komplement oder als Alternative zur Nasenoperation eine Kinnkorrektur vorzunehmen, da die Ausgewogenheit zwischen Nase und Kinn entscheidende Bedeutung darüber hat, wie groß die Nase auf Ihr Gegenüber wirkt.

Klären Sie Ihren Chirurg über eventuelle frühere Nasenoperationen oder Beschädigungen auf, auch wenn sie schon mehrere Jahre zurückliegen. Sie müssen Ihren Chirurg auch über eventuelle Allergien oder Atmungsbeschwerden informieren sowie über Rauchgewohnheiten und Einnahme von Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und sonstigen Präparaten.

Seien Sie ehrlich gegenüber dem Chirurgen mit Ihren Erfolgserwartungen und fordern Sie die gleiche Ehrlichkeit von ihm/ihr über die Begrenzungen und Risiken, die eine Operation mit sich bringt.

Vorbereitungsphase bei einer Nasenkorrektur

Sie bekommen genaue Anweisungen, wie Sie sich für eine Nasenoperation vorzubereiten haben. Hierzu gehören Infos bezüglich Essen und Trinken, Rauchen, Einnahme von Vitaminen, Medikamenten und sonstigen Präparaten, als auch bezüglich der täglichen Hygiene Ihres Gesichts. Indem Sie diese Instruktionen genau befolgen, schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nasenkorrektur.

Zu den vorbereitenden Maßnahmen gehört auch, dafür zu sorgen, dass jemand Sie nach der Operation abholt und falls nötig Ihnen einige Tage danach behilflich ist.

Verfahren bei einer Rhinoplastik

Die Nase besteht aus dem Nasenbein, welches der Nase die strukturelle Grundlage gibt. Es wird durch den Nasenknorpel (Weichteil) bedeckt, der wiederum mit einer dünnen Hautschicht bekleidet ist. Bei einer Nasenoperation wird die Haut abgehoben, und die darunter liegende Struktur wird gemäß den Wünschen und den physischen Voraussetzungen des Patienten umgeformt.

Eine Nasenoperation ist ein etwas heikler Eingriff, der große Fertigkeit von Seiten des Chirurgen erfordert sowie eine gewisse Zurückhaltung beim operativen Entfernen von Weichteilen. Ausgangspunkt für den Chirurgen muss sein, lieber etwas zu wenig abzutrennen, als später eine Nachoperation vorzunehmen und mit Knorpel- und Knochenimplantat wieder etwas Substanz aufzubauen, was aus ärztlicher Sicht deutlich komplizierter ist.

Eine Nasenkorrektur dauert im Normalfall 1–2 Stunden und wird mit örtlicher Betäubung in Kombination mit Beruhigungsmitteln durchgeführt. In komplizierten Fällen oder auch auf Wunsch des Patienten wird unter Narkose operiert. Die Operation ist unabhängig vom Verfahren immer schmerzlos.

Bei der Operation löst der Chirurg die Haut von der darunter liegenden Stützstruktur aus Knorpel und Knochen. Im Normalfall wird der Schnitt in der Haut innerhalb der Nasenlöcher gelegt, wodurch keine sichtbaren Narben zurück bleiben. Manche Chirurgen ziehen jedoch (besonders bei schwierigen Operationen) eine sog. offene Rhinoplastik vor. Bei der offenen Rhinoplastik legt man auch einen Schnitt in die Haut zwischen den Nasenlöchern.

Wenn die Haut von den Weichteilen der Nase getrennt ist, werden diese in die gewünschte Form modelliert. Für den Fall dass die Nase künstlich aufgebaut werden soll, nimmt man hierfür künstliches Material oder körpereigenes Knochen- bzw. Knorpelgewebe aus verschiedenen Teilen des Körpers. Wenn die Formgebung abgeschlossen ist, wird die Haut wieder über die darunter liegende Struktur gezogen und vernäht.

Nach der Operation wird die Nase mit einer Schiene fixiert, die mit man mit Klebestreifen abstützt. Die Schiene wird nach etwa einer Woche wieder abgenommen, wobei auch die Fäden gezogen werden. In manchen Fällen kommt auch ein Stützverband in die Nasenlöcher.

Nachsorgephase einer Nasenkorrektur

Nach Ihrer Nasenoperation – besonders in den ersten 24 Stunden – ist Ihr Gesicht geschwollen, die Nase kann weh tun und Sie können Kopfschmerzen haben. Diese Symptome werden aber gelindert durch die Medikamente, die der Chirurg Ihnen verschreibt. Gehen Sie davon aus, dass Sie den ganzen ersten Tag nach der Operation im Bett bleiben, den Kopf hoch gelagert.

Sie werden merken, dass die Schwellung und die blauen Flecken in der Augenpartie in den ersten zwei bis drei Tagen noch zunehmen. Kühlpäckchen bewirken, dass die Schwellung abnimmt und Sie sich etwas besser fühlen. Auf jeden Fall fühlen Sie sich deutlich besser, als Sie eigentlich aussehen. Ein Großteil der Schwellungen und der blauen Flecken verschwinden in zwei Wochen. Eine gewisse – wenn auch diskrete – Schwellung bleibt noch mehrere Monate bestehen. In Ihrer Umgebung fällt es aber nicht weiter auf.

In der ersten Woche hat man oft etwas Nasenbluten, und Sie werden wahrscheinlich ein paar Wochen auch eine eine verstopfte Nase haben. Normalerweise wird man Ihnen auch Anweisungen geben, sich die erste Woche während der Heilung nicht zu schnäuzen.

Wenn man Ihre Nase nach der Operation ”tamponiert” hat (d.h. Verbände in die Nasenlöcher eingeführt hat), werden diese nach ein paar Tagen wieder heraus genommen, und Sie fühlen sich gleich wesentlich besser. Nach einer – aber manchmal erst nach zwei – Wochen werden alle Verbände und die Stützschiene abgenommen und die Fäden gezogen.

Die meisten Patienten können nach einer Rhinoplastik nach zwei Tagen auf sein und sich bewegen. Nach etwa einer Woche kann man wieder zur Schule bzw. zu leichterer Tätigkeit übergehen. Es dauert allerdings einige Wochen, bis Sie sich wieder ”fit for fight” fühlen.

Von Ihrem Chirurgen erhalten Sie genaue Anweisungen, wie Sie schrittweise und langsam Ihre gewohnten Tätigkeiten wieder aufnehmen können. Hierzu gehört wahrscheinlich, während zwei bis drei Wochen sich mit allen körperlich anstrengenden Aktivitäten zurück zu halten, d.h. Schwimmen, Laufen, Sex, vornüber Beugen, kurz, alles was den Blutdruck erhöht. Man soll sich nicht an der Nase stoßen oder kratzen und die ersten zwei Monate die Nase nicht der Sonne aussetzen. Beim Gesicht und Haare Waschen oder beim Make-up ist Vorsicht geboten.

Falls Sie Kontaktlinsen haben, können Sie die einsetzen, sobald Sie möchten, Brille ist schon schwieriger. Sobals die Stützschiene ab ist, darf die Nase nicht durch eine Brille belastet werden. Das bedeutet, dass die Brille mit einem Klebestreifen an der Stirn befestigt werden muss oder irgendwie anders getragen werden muss, sodass sie nicht auf der Nase ruht, bevor diese ausgeheilt ist. Dies kann 6-8 Wochen dauern.

Ihr Chirurg wird Sie die ersten zwei Monate nach Ihrer Nasenoperation regelmäßig zur Nachuntersuchung laden. Sollten Sie irgendwelche besonderen Symptome an sich feststellen oder Fragen haben, dann sollen Sie Ihren Chirurgen anrufen.

Wenn die Stützschiene abgenommen ist, sieht der Patient schon 70-80% seines zukünftigen Aussehens, bevor danach eine natürliche Schwellung im aktuellen Bereich auftritt. Diese Schwellung legt sich schrittweise innerhalb von vier Wochen. Das eigentliche Endresultat kann erst nach 6-12 Monaten bewertet werden. In dieser Phase sieht die Nase jedoch schon völlig normal aus.

Risiken und Nebenwirkungen einer Nasenoperation

Eine Nasenoperation durch einen professionellen plastischen Chirurgen zieht nur selten irgendwelche Komplikationen nach sich. Für den Fall, dass dennoch welche auftreten, sind sie meist relativ harmlos. Alle chirurgischen Eingriffe beinhalten jedoch einige allgemeine Risiken wie Bluterguss und Überreaktion auf Narkosen etc. Diese allgemeinen Risiken sind näher auf der Startseite im Ratgeber beschrieben.

Bei einer Nasenoperation bestehen allerdings einge spezifische Risiken für Nebenwirkungen und Komplikationen. Hierüber mehr weiter unten.

Bei der Operation besteht die Gefahr, dass kleine Äderchen in der Nasenhaut bluten. Diese können später als kleine rote Punkte auf der Nase zu sehen sein. Solche Gefäßblutungen sind normalerweise nur klein und bilden sich zurück, sie können aber auch bestehen bleiben.

In schätzungsweise einem von zehn Fällen muss der Chirurg nach einer Nasenoperation noch eine weitere Korrektur vornehmen, meistens um eine kleinere Deformation zu korrigieren. Ein solcher Fall ist nicht vorhersehbar, und selbst die besten Plastikchirurgen müssen manchmal einen Schritt zurück gehen. Die nachfolgende Nasenkorrektur ist jedoch relativ einfach.

Bei den meisten Patienten tritt in der Nasenspitze ein Gefühlsverlust auf, der ist aber normalerweise vorübergehend. In manchen Fällen führt eine Narbenbildung zu einer Verdickung in den Nasenflügeln, was durch eine einfache Operation behoben wird.

Gerade bei einer Nasenkorrektur kommt es nicht selten vor, dass ein Patient ein paar Wochen oder Monate nach einer erfolgreichen Nasenoperation zu seinem Chirurgen zurückkehrt mit dem Wunsch, seine Nase wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück zu bringen. Es beruht auf einer psychologischen Reaktion, die dadurch entsteht, dass es dem Patienten schwer fällt, sich an sein etwas anderes Aussehen zu gewöhnen. Diese Reaktion geht aber vorüber, und nach vielleicht sechs Monaten ist er meistens mit seinem neuen Aussehen sehr zufrieden.

Kosten für eine Nasenkorrektur

Die Kosten für eine Nasenoperation schwanken zwischen 3000 und 4500 €. Der Preis hängt etwas ab von der Art der erforderlichen Operation und ob der Eingriff mit örtlicher Betäubung oder unter Narkose geschieht.